Flinders, Riverlands, Murraylands (Einführung)

wir haben uns nun etwas umgesehen und auch einiges erkundet. South Australia stellt sich als idealer Startpunkt zur “Eroberung” Australiens dar. Wir haben bis jetzt den nördlichen und östlichen Teil in einem Umkreis bis auf 700 km rund um Adelaide etwas erkundet. Jetzt fehlt uns noch die Nordküste mit Kangaroo Island .Die Landschaften sind sehr unterschiedlich. Ca. 3 Autostunden von Adelaide in nördlicher Richtung liegt Port Augusta, und das ist schon das Tor zum Outback. Weiter nach Norden Richtung Flinders Ranges und von dort nach Leigh Creek, und das Outback ist nun 700 km entfernt von Adelaide, erreicht. In den Flinders Ranges hatten wir schon mal ein normales Straßenauto auf Schotterpiste getestet. Es geht weit besser als gedacht, erfordert jedoch vorausschauende Fahrweise (lange Bremswege, Schleudergefahr). Geschwindigkeiten bis auf 80 km/h sind gut möglich. Bei Regen jedoch ist ein 4WD zu empfehlen, aber wann regnet es hier schon mal? Ab Leigh Creek ist Schluss mit Asphalt. Noch ca. 40 km bis Lyndhurst und dort beginnen 3 der berühmten Tracks: Oodnadatta Track folgt den Spuren des alten Ghan bis nach Alice Springs und Coober Pedy (bitte hier das polizeilich verordnete Rückwärtsgehverbot für Fußgänger beachten). Coober Pedy ist eine Verballhornung aus dem Aboriginal und bedeutet „weißer Mann im Loch“ (Opal Mienen). Hier ist gute Vorbereitung nötig. Der Tankstellenabstand liegt bei teilweise über 300 km. Die Piste wird seit der Einstellung des alten Ghan 1984 nur noch wenig befahren. Es gibt aber überall im Land CB-Funk Repeater. Funkgeräte sind leihweise erhältlich. Was für den Sprit gilt, gilt auch fürs Wasser: Immer genügend Vorrat mitnehmen.

Nachtfahrten auf den Tracks sind tödlich (vor allem für die Dingos, Kängurus, Koalas und Wombats)!

Die weiteren Tracks (Birdsville Track & Strzelecki Track) sind teils besser ausgebaut, da sie das Gasfeld Moomba mittels Road - Trains verbinden.

Die Road - Trains mit ihren Big Mack`s sind mit Vorsicht zu genießen: 80-100t, 100 km/h, 1km Bremsweg!

Richtung Osten sind wir den Riverlands und den Murraylands gefolgt. Eine atemberaubende Flusslandschaft, sehr abwechslungsreich. Hier kann man Hausboote mieten und auf dem Fluss schippern: Mieter muss 25 Jahre alt sein und einen internationalen Führerschein fürs Auto vorweisen.

Jede Menge Pelikane und schwarze Schwäne sowie anderes Viehzeugs sind unterwegs zu sehen.

Generell: Auch wer die Weiten der USA schon kennt, macht hier neue Erfahrungen was Entfernungen betrifft. Die max. Geschwindigkeit beträt 110 km/h und max. 3 km/h Überschreitung wird toleriert. Die „Constablery“ misst mit Laser aus dem fahrenden Auto heraus! Die Strafen sind saftig! Ebenso Alkohol: Freitagnacht die 10km von City Adelaide nach Hause mit dem Taxi gleichen einem Formel 1 Rennen: 3 x „Pit Stop“ zum blasen (nur der Taxifahrer), 5 sec. warten, grün und go!

Ansonsten gilt hier immer „no worries“ Manches ist halt noch sehr englisch: gesalzene Butter, geminztes Hackfleisch und urige Pubs und reichlich guter Wein.

Die Läden schließen um 17.00 Uhr, Achtung: im Outback die Tankstellen oftmals auch!!!

Die Sprache scheint zwar Englisch zu sein, aber mit australischen Eigenheiten: ein Bierfläschchen ist ein Stubby, ein Big Mack ist die Zugmaschine eines Road Trains, und im Umgangston wird man als „Mate“ = Kumpel angesprochen (auch die Mädels). Sobald die Aussies aber merken das der Gegenüber nicht gut englisch spricht, geben sie sich Mühe (im Gegensatz zu den USA). Spontan am Tresen eines Pub’s eine Einladung zum Abendessen oder dem berühmten australischen „Barbie“ = Grillfete zu erhalten ist normal.

Kosten: Lebensmittel, Kleidung und Kraftstoff sind billiger als bei uns.

Einreise: Ein elektronisches Visum kann jedes deutsche Reisebüro sofort ausstellen (Reisepaß, mindestens noch 6 Monate gültig).

Telefon: Unsere üblichen GSM Telefone (D & E-Netze) funktionieren. Die Gespräche sind günstig. Die Ausleuchtungen aber nur in den Ballungsgebieten gut. Im Outback zeigen Straßenschilder verfügbare Funkzonen an (Mobile Zone).

Flugtickets: Emirates ist günstig, Quantas bietet Flüge mit zusätzlichen beliebigen Inlandsflügen an. Dies kann in Kombination mit einem Zugticket die billigere Lösung sein.

Zugtickets: Es gibt mehrere berühmte Züge: Der Ghan von Adelaide nach Alice Springs, und seit 1. Februar weiter nach Darwin. Dies ist Quer durch Australien.

Der Indian – Pazifik von Perth über Adelaide nach Sydney: Längs durch Australien.

Der Coast liner… der Name sagt es schon.

Die Züge sollen einen besonderes Flair haben, mit bequemen klimatisierten Wagen und einem super Speise- und Barwagen.

Es gibt so genannte Austrail Pässe welche nur von Nicht-Australiern im Ausland (DL Reisebüro) gekauft werden können. Ghan und Indian – Pazifik gehören den Great Southern Railways und diese haben einen Pass für ca. 590.-AUD der 6 Monate gültig ist (kann sein das es mit DJH-Ausweis Ermäßigung auf 450.-AUD gibt).

Mietwagen: Mietwagen auf keinen Fall in DL buchen. In den Innenstädten gibt es örtliche Verleiher die bis zu 50% günstiger sind als die bekannten Autovermieter (ca. ab 25.-AUD/Tag). Ein normaler Wagen reicht m. E., 4WD ist nicht nötig. Es gibt aber auch einige Strecken im Outback die nur mit 4WD befahrbar sind. Nicht vergessen: Internationalen Führerschein!!!

Geld: EC Karten funktionieren an jeder ATM (Bankomat) bis 1000.-AUD. Visa und Eurocard werden überall angenommen. Auch bei kleinen Beträgen ist das Bezahlen mittels Kreditkarte hier normal.

Impfungen: keine.

Reisezeit: April bis Oktober ist zwar in Adelaide etwas kühl, aber bestens für einen der Tracks (in Alice hat es z. Zt. 42°C (Januar)). Die anderen Landesteile sind auch wärmer, lediglich under down under (Tasmanien) ist noch kühler.

Infos: Es gibt mehrere gute Internetseiten, z. T. auch in Deutsch:

www.southaustralia.com, www.railaustralia.com.au, www.virginblue.com.au, www.qantas.com.au/international/de/index.html, www.emirates.com/de/index.asp

Tourist information center: Vor Ort in Adelaide kann man im Touristenzentrum hervorragende Prospekte, eigentlich schon eher Bücher über die einzelnen Touristengebiete kostenlos erhalten. Die Dinger sind allererste Sahne und immer aktuell!

Kartenmaterial ist nicht so toll, auf Piste ist ein GPS oder Kompass recht hilfreich.

Für einen der Tracks sollte man 1 Woche einplanen. In Verbindung mit einem der berühmten Züge und einem Ausflug im Hausboot ca. 3 Wochen

In Adelaide haben wir nun eine Ferienwohnung:
Wir wohnen ca. 30min vom Stadtzentrum Adelaide und Flughafen entfernt, fast direkt am Meer. Der Nahverkehr ist in Adelaide und Umgebung recht gut (meist Busse), Taxis sind verglichen mit DL billig.

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